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6. Der Unterschied zwischen
6. Tausch- und Verteilungswirtschaft

Wenn in der Tauschwirtschaft z. B. der Jäger A eine Hirschkeule gegen einen Korb Holzkohle mit dem Köhler B tauschen wollte, so berührte dies die übrigen Tauschinteressen, von denen z. B. der eine eine gewisse Menge Schafwolle gegen Rinderhaut tauschen möchte, nicht direkt; allenfalls noch die Konkurrenten des A und B, die gleichfalls Hirschkeule gegen Holzkohle oder ähnlich tauschen möchten.

In der Geldwirtschaft (Ringtauschwirtschaft) hingegen berührt (nahezu) jeder Kauf und Verkauf alle Marktteilnehmen, Käufer wie Verkäufer: A, der eine Hirschkeule anbietet, erhält von einem jeweiligen Geldbesitzer, B, der diese Keule haben möchte den entsprechenden Geldpreis. A kauft nun mit diesem Geld (oder einem Teil davon) Kohle. Der Kohlenhersteller (oder Händler) C investiert einen Teil des Geldes in Kohleherstellung (Nachbestellung bei D, mit einem Teil davon, vielleicht auch vermehrt durch andere Einnahmen), kauft er z. B. von E eine größere (bessere) Verkohlungsanlage; die anderen Gelteile gibt er für andere Bedürfnisse an F, G und H. Nun haben sie alle einen Teil des Geldes des ursprünglichen Geldbesitzers B, obwohl sie weder mit diesem noch mit dem ursprünglichen Hirschkeulenbesitzer A irgendwelche Tauschgeschäfte getätigt oder beabsichtigt haben.

C und D, E, F und G geben nun ihrerseits wiederum verschiedene Teile des Geldes für verschiedene Bedürfnisse aus, wodurch alle weiteren Teilnehmer des Ringtauschverfahrens (Waren- und Leistungsverkauf mittels Geld) mit jedem vorherigen Tauschvorgang in gewisser Weise verbunden sind, bzw. der erste indirekte Tauschvorgang – und alle weiteren – Ursprung aller weiteren Ringtauschverfahren sind und werden.

So verteilt sich letztlich das jeweils vorhandene Geld und die jeweils vorhandenen Waren(-Leistungen) in einem freiheitlichen und leistungsgerechten ununterbrochenen Verteilungsverfahren, angetrieben von der natürlichen Dynamik der Wünsche und Bedürfnisse, unter den Marktteilnehmern, das sind zwangsläufig und in der Regel nur die Geld- und Leistungsanbieter.

Wie und an wen diese ihr im freien und leistungsgerechten Verteilungsverfahren erworbenes Geld oder Ware weitergeben (verteilen), ist allein deren Sache. Einer bürokratischen Bevormundung bedarf es hierzu nicht; sie wäre auch von Übel. Allgemeine Ausnahmen (Beschränkungen) im Allgemeininteresse, z. B. aus Gesundheits-, Sicherheits- und anderen schutzwürdigen Rücksichten, seien selbstverständlich ausgenommen.

 

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