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15. Die internationale
15. Schuldenverzahnung

Die Gründung der «Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft», zu der Westdeutschlands leistungsfreudige Wirtschaft als Melkkuh unentbehrlich war, sollte einerseits den «Finanziers» die Aufrechterhaltung der bisherigen Schulden- und Parasitenwirtschaften sichern, andererseits dort dagegen manipulieren, wo die Folgen der Zinsverschuldung und die Kaufkraftunterschiede der gelenkten Wirtschaften allzu offensichtlich würden.

Dabei erwiesen sich, nach altgeübtem und erprobtem Brauch, Notenbankkredite als wirksamste, bequemste Art, die mühelosen Einkommen der Parasitenschichten ständig zu erneuern und zu sichern, wobei die Wirtschaften der Länder sowohl untereinander schuldenabhängig wurden, wie auch die Länder insgesamt sich an die Kreditbezieher der ersten Hand, die führenden Banken, auf unabsehbare Zeiten verpflichteten und verschuldeten.

Die Instrumente «Internationaler Währungsfond» und «Europäischer Währungsfond» wirken dabei wie die Milchzentrifuge, die den Rahm abschöpft. Mit außerordentlichen Rechten wie Wirkungsmöglichkeiten ausgestattet, bestimmt die Praxis dieser Fonds die prinzipielle und graduelle Verteilung der Arbeit und Arbeitsfrüchte der europäischen Wirtschaft und ihr Verhältnis zu den USA.

Wenn, nach einer neueren Statistik, die bundesrepublikanische Nettoverschuldung (Staats- und Privatschulden) an die «Finanziers» 1977 rund 300 Milliarden DM beträgt, 1985 600 Milliarden, 1994 2 Billionen, so könnten selbst bei einer angenommenen Ausgangsverzinsung von 4 bis 5 % (die die Banken an die Notenbank für die jeweilige Erstkreditierung bezahlen) die Schulden niemals getilgt werden. Vielmehr müssen meist nur zur Bezahlung der fälligen Zinsen neue Kredite von den «Finanziers» genommen werden! (Als Anhaltspunkt: die Endverzinsung des Leihkapitals beträgt durchschnittlich 15 %!)

Da die inländischen Notenbanken sich den Wünschen der «Finanziers» nach immer mehr und immer größeren Krediten doch nicht ohne weiteres fügen wollen, weichen die Banken auf ausländische Notenbanken aus. (Um die Wirtschaft zu «finanzieren», ist ihnen kein Weg zu weit und zu beschwerlich!)

So kommt es, daß die ohne Kredit gesund bleibende inländische Wirtschaft unversehens international verschuldet ist. [Nächster Satz unverständlich.]

Hören wir, was die westdeutsche Finanzzeitschrift Capital (Nr. 3/76) dazu verlauten läßt: «Überwiegend von den Töchtern der weltweit operierenden Banken wird (nur) am Euromarkt eine Finanzmasse von über 200 Milliarden Dollar bewegt. Keine der nationalen Notenbanken vermag diesen Markt über Diskontsätze, Mindestreserven oder Kreditbestimmungen zu kontrollieren…» Kein geringerer als Hermann Abs definierte den Euromarkt – (den wir angeblich in dieser Form so dringend brauchen! Anm. d. Verf.) als «gefährliches Roulette».

Der Verwendungszweck eines Kredites liegt heute vielfach in der Rückzahlung eines anderen Darlehens; der Grund der Rückzahlung in der Aufnahme eines neuen Darlehens. Verheerende Wirkungen auf Dutzende von Volkswirtschaften sind zu befürchten, wenn ein Glied in dieser Leihgliedkette reißt.

Dieser Knall kommt so sicher wie das Amen im Gebet, weil die Wirtschaft eben die steigenden Zins- und Folgekosten nicht mehr aufbringen kann. Es kommt zu Absatzstockungen, Arbeitslosigkeit, Unternehmenszusammenbrüchen, Krisen.

 

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