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5. Preis und Preisbildung

Sichtbarer Ausdruck dieser beiden Größenverhältnisse ist der Preis. Er ist das Pendel, das uns das jeweilige Größenverhältnis dieser sonst unvergleichbaren, unüberschaubaren und daher auch unmeßbaren Größen zueinander anzeigt. Da jede dieser beiden Größen veränderbar ist – die Warenmenge infolge der sich stets neu entwickelnden rationalisierenden Leistung – oder auch z. B. ihrer Vernichtung durch Naturkatastrophen oder Kriege – so wird sich naturgemäß auch bei gleichbleibender Geldnennwertmenge die Kaufkraft, der Preis, der Pendelausschlag ständig verändern, ebenso selbstverständlich auch, wenn auch oft nicht (sofort) in einer Preisänderung spürbar, durch die Veränderung der Geld-(Nennwert-)Menge.

Da man Kaufkraft nicht wiegen, messen, zählen kann, kann man auch Geldnennwert und Warenmenge mengenmäßig nicht miteinander vergleichen, daher auch nicht an- oder ausgleichen. Es hätte auch keinerlei volkswirtschaftliche Bedeutung.

Wer nun behauptet, daß es zweckmäßig wäre, diese Veränderungen der Kaufkraft durch Geldmengenmanipulationen verheimlichen oder verhindern zu können, der könnte ebensogut behaupten, die Temperaturschwankungen mit wechselnden Thermometerskalen unverändert halten zu können oder dies tun zu müssen.

Daß eine Geldvermehrung im Interesse der Allgemeinheit und nur für die Allgemeinheit (z. B. zur Bewältigung von Gemeinschaftsaufgaben) dem durch Produktivitätssteigerung eintretenden natürlichen Sinken der Preise entgegenwirken, sie «stabilisieren» kann, ist eine andere Frage. Sie ist in erster Linie als Steuerfrage zu betrachten und wird an dieser Stelle noch weiter behandelt.

 

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