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23.4. Freie Geldschöpfungs-Theorien

Hauptthese: Aus Konkurrenzgründen sollte jedermann frei Geld herstellen können.

Sind Geldherstellung und -ausgabe demokratisch geregelt, so wird keinerlei Bedürfnis nach einem anderen Geldsystem bestehen. Jeder Sinn eines praktischen Geldwesens ginge verloren.

In den Vorstellungen der Freigeld-Theoretiker herrscht zudem die fast ausschließliche Verbindung des Geldes mit der Funktion eines Gutscheines, den jedermann ausgeben können sollte. Dagegen ist gewiß nichts einzuwenden, wenn sich Empfänger finden, die damit zufrieden sind.

Indes ist die Vorstellung, jene Gutscheine könnten wie Geld allüberall funktionieren, unrealistisch. Bei weiterer Ausbreitung – was eben im Sinne der Entwicklung zu umfassenderer Verwendung wäre – wären die ursprünglichen Aussteller der Gutscheine bei der Einlösung doch überfordert. Sie würden oder müßten Vereinbarungen mit anderen Produzenten zur Lieferung des Gegenwertes treffen. Was dabei herauskäme, wäre schließlich der allseitig verwendbare Gutschein Geld, dessen Rechtssicherheit durch Allgemeinheitsregeln seiner Herausgabe zu fundieren wäre.

Daß einzelne Produktionsbetriebe (Warenhäuser u. dgl.) zweckmäßig Gutscheine für bestimmte Empfänger- und Bezieherkreise verwenden, bleibt von der Entwicklung zum allgemeinen Geldwesen natürlich unberührt.

 

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