Logo Volksgeld gross
 

16. Dokumente der Fäulniswirtschaft

Es lohnt sich, zu diesen wahrhaft kranken Wirtschaftsfundamenten aus einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» (Nr. 45/1976) zu zitieren:

 

«Mit den nach dem Zweiten Weltkrieg ‹installierten› festen Wechselkursen wurden Güter im Werte von Milliarden DM verschenkt… (Dies wurde) …durch einen diktierten Wechselkurs der DM begünstigt… (nicht begünstigt, sondern erzwungen; Anm. des Verf.) Die westdeutsche Wirtschaft leistete Jahr für Jahr riesige Exportüberschüsse… Die Devisenreserven der Bundesbank in Höhe von 60 Milliarden DM… bestehen fast ausnahmslos aus US-Dollar… Leistungen, die die westdeutsche Wirtschaft an die USA erbrachte, auf deren Gegenwert sie jedoch… verzichtete… womit sie wesentlich zur Finanzierung des Vietnamkrieges (und anderer Hochfinanzmachtexperimente; Anm. des Verf.) beitrug…»

Was der Vizepräsident der deutschen Nationalbank, Othmar Emminger, über die Praktiken deutscher Banken und ihr Verhältnis zur Deutschen Bundesbank sagte, gilt gewiß auch für die Banken aller Länder:

«Mit Geschäftstricks vergrößern die Banken den Spielraum für Ausleihungen weit über die von uns gezogenen Grenzen… Da wird die Inflation geschürt…» (Spiegel 39/1972). So sucht sich die Bundesbank von ihrer Handlangerrolle reinzuwaschen – ein Grund mehr für reformerische demokratische Kräfte, ihr dabei wirksam zu helfen! Sie werden dabei unterstützt durch die Äußerungen des Bundesbankpräsidenten Klasen (Vortrag vor der Versicherungswirtschaft in Hamburg, 1976), wonach die «nahezu automatischen Rechte der Banken auf Notenbankkredite» beschnitten werden müßten. Als «Antwort» erschien die denkwürdige Anzeige der Banken in allen Zeitungen – auf der rückwärtigen Umschlaginnenseite der 1. und 2. Auflage –, wonach «jeder zur Sicherung des Geldwertes Opfer bringen» müßte, damit die Banken weiterhin fast nach Belieben Kredite der Bundesbank in Anspruch nehmen könnten. Der Leser wird nun wohl wissen, was den «Geldwert verunsichert»! Siehe dazu auch den Auszug aus dem Interview der «Wirtschaftswoche» mit dem amerikanischen Nationalökonomen Hendrik Samuel Houthakker über die jetzt dem US-Senat vorliegenden Vorschläge zur Beschränkung der Geldherstellung zu Kreditzwecken für Banken.

 

Zurück

 

Weiter

 

 

Pfeil zurück Zur Heimseite Logo Volksgeld klein Kontakt:  webmaster@Volksgeld.ch