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13. Arbeitskostproben
13. der Euro-Bürokratie

Den «Mitteilungen der Bundeszollverwaltung» entnommen, gekürzt:

  «Die Abschöpfung bei 200 kg Vollmilchpulver (Zollwert DM 500.-) nach Tarifstelle 040 2b 1bb, setzt sich zusammen aus: a) dem Betrag für Vollmilchpulver, b) dem Betrag für Verarbeitungsschutz der EG-Unternehmer, c) dem Betrag für den Milchfettanteil.
 
  Die so ermittelte Abschöpfung ist mit 0,8797 zu multiplizieren, der Gesamtbetrag durch die Währungsausgleichsquote zu korrigieren, der Ausgleichsbetrag dazuzurechnen. Sodann ist die Zuckersteuer laut dem Saccarose-Gehalt des Vollmilchpulvers und die Einfuhr-Umsatzsteuer vom Zollwert der Ware zu ermitteln und der Abschöpfungs- und Ausgleichsbetrag unter Anwendung des Satzes von 5 % zu errechnen und hinzuzuschlagen.»

Nachdem wie Eurobürokratie einen Teil der Volkswirtschaftssahne auf diese Weise für sich abschöpft und die übrige Sahne zum Teil in Magermilch verwandelt, wurden auch alle hochtrabenden Ankündigungen, wie sehr sich der Markt für die Verbraucher verbilligen würde, Lügen gestraft.

Immer wieder bringen die Tageszeitungen Beispiele dafür, daß gerade nur durch die Umgehung der eurobürokratischen Bestimmungen der billigere Einkauf in Nachbarländern möglich ist. (Billigen Einkauf zu ermöglichen, was das anfangs erklärte Ziel der Eurobürokratie, mit dem man die Wirtschaften der europäischen Länder köderte!)

Ein Beispiel aus der jüngsten Zeit (Anfang 1977):

  «Die deutschen ‹Butter-Reeder›, die bei Fahrten außerhalb der Euro-Zollgrenze billige Butter, Spirituosen und Zigaretten verkaufen, haben eine neue EG-Verordnung umschifft, die ihnen das Geschäft durch den Wegfall der sogenannten EG-Ausfuhrerstattungen für Milchprodukte und Fleischwaren verleiden sollte!»

Noch während dieses Heft in Druck ging, ging bereits die Nachricht vom diesjährigen EG-Butterskandal um die Welt: der durch die EG hochgetriebene Butterpreis für EG-Bürger wird im Handel mit der Sowjetunion «außer Kraft» gesetzt. Die Sowjets bekommen die EG-Butter halb geschenkt – privilegierte EG-Händler verdienen sich fett an EG-Steuergroschen und Steuerschweiß…

Jahrelang war die Entwicklung, Errechnung und Auszahlung jener «Ausfuhrerstattung» die hochintelligente und hochgewichtige Tätigkeit der Eurobürokratie. Da sich diese «Ausfuhrerstattung» nun als bürokratischer Widersinn, als wettbewerbsverzerrend und letztlich verteuernd auf die Euro-Waren auswirkte, verschwindet sie wieder. Welches bürokratische Rechenmonstrum wird wohl an ihrer Stelle ausgebrütet werden, um die Eurobürokraten standesgemäß auf Kosten der EU-Steuerzahler zu beschäftigen?

Gelegentlich sickert etwas von dieser Tätigkeit der Euro-Parasiten an die Öffentlichkeit. So z. B. über den EG-Kommissar Wilhelm Haferkamp, 1977 15’000.- DM Monatsgehalt. Was er dort tut und warum, erklärte Bundeskanzler Schmidt den deutschen Steuerzahlern:

  «Der Mann hat noch keine Pension. Schicken wir ihn für vier Jahre nach Brüssel!»

Dort ist er zuständig für den Bereich Wirtschaft und Finanzen. Was dabei herausgekommen ist, wurde bereits an kurzen Beispielen erklärt. Nicht erklärt ist damit der Aufwand, den der Eurokrat zu treiben pflegt. Er wurde selbst in der Brüsseler Parasitenzentrale dadurch auffällig, daß er «Dienstreisen» über Gebühr ausdehnt, teilweise solche ohne Notwendigkeit unternimmt und dabei so große Spesen macht, daß sogar der Euro-Präsident Ortoli eine «Spesenbegrenzung» vorschlug. Wie einfühlsam!

Doch ist die bürokratische Parasitenwirtschaft nicht etwa auf die EG-Behörde beschränkt. Dazu wieder eine Spiegel-Berichtsangabe (Nr. 28/1976):

Internationale Beamtenpfründe

In Paris und Genf, Brüssel und Washington erfreuen sich einige zehntausend Beamte internationaler Behörden ansehnlicher Gehälter und verlockender Privilegien. Nur mit der Arbeit hapert es. Brüsseler Eurokraten helfen dem Übel ab, indem sie sich mit Sport fit halten. Wenn dann noch immer zuviel Freizeit übrigbleibt, gehen sie unterhaltsamen Nebenberufen nach.

 

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