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8. Die natürliche Dynamik
8. der Volkswirtschaft

macht einen Geldumlaufzwang entbehrlich und eine Geldumlaufbeschleunigung verhängnisvoll.

Angetrieben vom natürlichen Motor der Einzelbedürfnisse, Einzel- und Gesamtnotwendigkeiten, verbinden sich alle volkswirtschaftlichen Teil- oder Einzelleistungen über Leistungen und Leistungsaustausch sowohl zum jeweils fertigen Einzelprodukt wie zum volkswirtschaftlichen Gesamtprodukt – (Sozialprodukt) –.

In diesem dynamischen Kreislauf vollziehen sich

a.  der ständige (lebendige) Anstoß zur Teilung der Arbeit, zur Verbesserung, Vervielfältigung und zugleich Rationalisierung des Leistungsangebotes aufgrund ständiger menschlicher Wünsche, Bedürfnisse und Notwendigkeiten;
 
b.  ständiger (lebendiger) leistungsrichtiger – den Produktionsverhältnissen und Erkenntnissen angepaßter – Einfluß auf die Preisbildung, wobei auch Löhne und Preise erfaßt und aufzufassen sind;
 
c.  das ständig leistungsrichtige (leistungsgerechte) Beitragen und Entnehmen von Leistung und Gegenleistung über das Geld als Teilungs- und Verteilungsmittel des Volkswirtschaftsmarktes.

Daß nur die freiheitliche Teilung und Verteilung leistungsgerecht und spannungsfrei, der menschlichen Natur angepaßt ist, sei an einem kleinen Beispiel demonstriert, das besonders Pädagogen geläufig sein wird:

Ein Kuchen soll z. B. unter fünf Kindern verteilt werden. Würden die Erzieher, die Eltern oder sonst jemand die Teilung vornehmen, so wären Spannungen nicht auszuschließen. Die Spannungen würden wahrscheinlich schon vor der Teilung einsetzen, aus verständlicher, natürlicher Furcht, dabei ungünstig abzuschneiden, wenn man nicht selbst mitwirken (mitsprechen, mitbestimmen!) kann.

Dieses Problem ist nur durch Aufteilung des Vorganges in Teilen und Verteilen zu lösen, und zwar durch die Kinder selbst. Sie selbst teilen, eines nach dem anderen den Kuchen in fünf Einzelstücke. Jenes Kind, das die erste Teilung machte, darf als erstes, jenes, das als letztes geteilt hat, zuletzt auswählen. So wird jedes Kind bemüht sein, gerecht zu teilen, damit es bei der Verteilung auch selbst gerecht beteiligt werde.

[Dem Autor kommt es offenbar nicht darauf an, daß jedes Kind gleich viel erhält, denn ein Aufteilen durch fünf Schnitte in gleich große Teilstücke ist nicht möglich. Das Ziel des Aufteilens ist ungerechtes Teilen, Benachteiligung, zu verhindern. Die Red.]

Nicht anders funktionieren die Mechanismen der Volkswirtschaft, in der das Geld seiner Bestimmung als Teilungs- und Verteilungsmittel nicht entzogen, d. h. nicht mißbraucht und verfälscht wird.

Da man in der Regel durch Leistung, die der volkswirtschaftliche Markt wünscht, Anteilscheine erwirbt, die zum Bezug von Gegenleistungen berechtigen, so wirkt jede Leistung teilend, anteilverändernd, teileverändernd auf den Gesamtkuchen der Volkswirtschaft, d. h. es vergrößert oder verbessert ihn insgesamt und daher auch wieder jedes einzelne Teilstück bei der Teilung und Verteilung.

Die naturgesetzliche Dynamik des Marktes ergibt sich automatisch durch den Gegenpol der Bedürfnisse und Wünsche: die zu ihrer Erfüllung notwendigen Leistungen.

 

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