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21. Die Deckungsfrage
21. (Deckungstheorien)

Die Theorien von der angeblich notwendigen, angeblich früher vorhandenen und angeblich so gut funktionierenden künstlichen «Deckung» des vorhandenen oder neu herzustellenden Geldes sind so zahlreich wie Märchen und gleichen diesen. Sie fanden und finden demnach auch in erster Linie Glauben bei kindlichen Gemütern. Diese scheinen lange Zeit in verantwortlichen Stellen führend gewesen zu sein.

Was ist die künstliche Deckung oder was sollte sie sein?

Die «Wirtschaftswissenschaft» sagt dazu: Ein von «Auserwählten», (von gesetzlich bevorzugt Ermächtigten) in die Notenbank gebrachter oder noch zu bringender «Schatz» an Gold, ausländischer Währung (Devisen) oder Schuldverschreibungen, die auch mit «ungedecktem» (!) Geld gekauft sein konnten.

In der Höhe des Dollar- oder Pfundpreises dieses «Schatzes» – je nachdem, nach welcher monetären Windrichtung die Notenbank orientiert war – durften nun die Notenbank für diese «Auserwählten» inländisches Geld drucken. Mit einem Teil davon kauften die «Auserwählten» neue «Schätze» und brachten sie als neue «Deckung» in die Notenbanken: Gold, Devisen, Schuldscheine (die auch mit «ungedecktem» Geld gekauft sein konnten)! Einen Teil des Geldes verborgten sie. Einen Teil davon gebrauchten sie schließlich auch zum Leben. (Steuern brauchten sie natürlich nicht zu zahlen.)

So versorgten sie allmählich die Volkswirtschaften, die Kaiser, Könige, Päpste und Fürsten mit dem so kostbaren «gedeckten» Geld. Wollte jemand – was selten genug vorkam – für einen Geldschein Gold in dem jeweiligen Kurs- und Nennwert von der Notenbank abheben, so bekam er’s natürlich.

Während des ersten Weltkrieges brauchten sich dann die «Auserwählten» nicht einmal mehr selbst um weitere Beschaffung von Gold, Devisen oder Schuldscheinen zu bemühen. Man erbat dies vom Volk. Weil dann die Gelddruckereien Tag und Nacht arbeiteten, sah das Volk verständlicherweise ein, daß es für dieses Geld kein Gold mehr zurückbekommen, sondern sich allenfalls die Wände damit tapezieren konnte. Was sich nach Ende des zweiten Weltkrieges wiederholte.

Im Verlauf der Jahre hatte sich auch herausgestellt, daß «ungedecktes» Geld genausogut (oder so schlecht) funktioniere wie (angeblich) «gedecktes». Mußte tatsächlich erst Hitler den Völkern sagen, daß die Kaufkraft jeder Währung von den Leistungen jedes Volkes komme? Daß die Gegenleistung, die man jeweils fürs Geld bekommt, die einzige, wahre und wirkliche Deckung des Geldes sei?

Allerdings sprach Hitler nebenbei auch noch eine verhängnisvolle halbe Wahrheit aus: «Geld ist nichts – die Arbeit ist alles»!

Vielleicht begnügen sich deswegen die Banken mit dem Verfügungsrecht über das Geld und überlassen uns die Arbeit. Jedenfalls: nach dem zweiten Weltkrieg ließen sich Golddeckungs- und andere Deckungsschwindeltheorien nicht länger aufrechterhalten, weshalb die Notenbanken – und nun auch die «Volkswirtschaftswissenschaften» – international von dieser für so unentbehrlich gehaltenen Fiktion (Einbildung) abgingen.

In der Geldwirtschaft kann demnach die ganze Wahrheit nur lauten: «Geld und Arbeit gehören zusammen!» Wer die Verfügung über das eine vom anderen trennt, begeht Volksbetrug, trennt die Deckung des Geldes, die Leistung, von denen, die sie erbringen; trennt die Gegenleistung von denen, die darauf Anspruch haben. Wie eine Giftsaat gedeiht im Fäulnissumpf einer solch betrogenen, bürokratisch vergewaltigten Volkswirtschaft auch die Wirtschaftskriminalität. Dazu der Spiegel (26/1976):

Boom für Wirtschaftskriminelle.

Schier unübersehbar sind die Tricks, mit denen sich Steuerhinterzieher und Wirtschaftskriminelle Milliarden von Mark aneignen. Dem steigenden Trend zur Wirtschaftskriminalität stehen die Behörden weitgehend hilflos gegenüber: Immer mehr Steuerbeamte quittieren den Staatsdienst, um ihr Einkommen als Steuerberater aufzubessern. Sechshundert Steuerfahnder sind auf gut zwei Millionen Betriebe angesetzt.

 

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